Der ins Deutsche übersetzte US-Standard für American-Seramas, im Orginal auf den Seiten der WSF (World Serama Federation) zu finden:
American Seramas
Größen: adulte Hähne: Klasse A - bis 350 Gramm Klasse B - bis 500 Gramm Klasse C - bis 600 Gramm adulte Hennen: Klasse A - bis 325 Gramm Klasse B - bis 425 Gramm Klasse C - bis 525 Gramm Junghähne: (nur eine Klasse) - 500 Gramm Junghennen: (nur eine Klasse) - 425 Gramm
Bewertungssystem: Typ - 30 Punkte Charakter - 25 Punkte Schwanzfedern - 15 Punkte Flügelfedern - 10 Punkte Federqualität - 10 Punkte Allgemeinzustand - 10 Punkte
höchstmögliche Bewertung - 100 Punkte
Gestalt der männlichen Tiere:
Kamm: Einzelkamm, mittlere Größe, mittig auf dem Kopf platziert, gerade und aufrecht, klar geteilt in fünf Kammzacken, gleichmäßiges Längen- und Breitenverhältnis, nicht allzu stark gebogen, die Kammfahne sollte gut über den Hinterkopf hinausragen Schnabel: stark, klein, ebenmäßig gerundet Gesicht: schmal, rundlich, weich, feine Gliederung, frei von Falten und Hautverdickungen Augen: rund, auffallend Kehllappen: mittlere Größe, rund, feine Gliederung, frei von Falten und Hautverdickungen Ohrscheibe: schmal, oval, eng am Kopf anliegend Kopf: schmal, hocherhoben, stolz Nacken: mittlere Länge, rückwärtig gebogen um die Brust zu zeigen, füllig, verengt sich anmutig von den Schultern zum Kopf Halsbehang: opulent, natürlich vom Nacken herab fließend, beide Schultern bedecken Rücken: extrem kurz, breit, gut im Profil, V-förmig, Nacken und Schwanz bilden die vertikalen Seiten verlängerter Rücken und Schwanzansatz: leicht gewölbt, schwertförmig bedecken Federn den Rücken bis hin zum Bauch und sind weit ausgebreitet, Federn überlappen an Schwanz und Schenkeln Schwanzfedern (kurz): ziemlich lang, aufrecht getragen, berühren teilweise sogar den Kopf Schwanzfedern (lang): mittellang, stark, fest, V-förmig, leicht gebogen, berühren den Kopf Hauptsichel: mittel bis lang, stark, fest, v-förmig, leicht gewölbt untere Sichel: weit gefächert, mittlere Länge in leicht aufrechter Position, V-förmige Sichelfedern mit Daunen bedeckt Daunen: opulent, weit ausgefächert, Richtung Schwanz aufrecht gestellt Flügel: lang, breit, eng gefaltet, senkrecht getragen ohne dabei den Boden zu berühren, leicht durch das Nackengefieder verdeckt Flügelbögen: hervorragend gewölbt Deckfedern auf den Flügeln: ausgebreitet, Daunen und Deckgefieder formen zwei unterschiedliche Strichführungen über den Flügel Flügelfedern (kurz): gefächert, ziemlich lang, versteckt durch Flügelfedern (lang) Flügelfedern (lang): breit gefächert, verengen sich in Richtung Federkiel, an der Flügelunterseite sind die Federn ausgestellt Brust: hoch erhoben, gut entwickelt, füllig, markant hervorspringend, vor der Vertikallinie zum Schnabel getragen, breit und gut gewölbt, vom Kopf über Nacken zur Brust ist eine S-Form erkennbar Körper und Hinterteil: Körper: kurz, kompakte Form, schräg nach hinten abfallend; Hinterteil: weich und flaumig, kurz, opulent Beine: mittlere Länge, weit auseinander gestellt, parallel zueinander ohne dass sich die Kniegelenke biegen oder gar berühren, gut proportioniert Schenkelpartien: kurz, oben stämmig, verengen sich in Richtung Kniegelenke Unterschenkel: kurz, ebenmäßig, rundlich, gleichmäßig geschuppt Zehen: vier, gerade, hervorragend und gleichmäßig gespreizt, gleichmäßig geschuppt Allgemeines Erscheinungsbild: klein, opulent, kompakt, aktiv, zahm, stolz aufgerichtet
Beschreibung der obigen Skizze: Die Zeichnung zeigt die Idealform des amerikanischen Serama-Hahns. Zu diesem Ergebnis sollte man bei makelloser Züchtung kommen. Die Brust des Tieres ist extrem breit und hervorstehend und von größter Bedeutung. Kopf und Schwanzfedern sollen den Eindruck erwecken, dass sie sich berühren. Diese Pose ist das Markenzeichen der Seramas. Die Flügel dürfen den Boden unter keinen Umständen berühren, sollten aber einen kleinen Blick auf die Füße freigeben. Durch die fehlende Berührung mit dem Boden, bleiben die Flügel sauber. Eine mittlere Beinlänge ist besonders wichtig, um ein Nachziehen der Flügel über dem Boden zu vermeiden.
Gestalt der weiblichen Tiere: Siehe Gestalt der männlichen Tiere; Ausnahme: Schwanzfedern (fehlende Sichelfedern, kürzere Federn, nicht V-förmig, sondern A-förmig)
Die Standardzeichnungen spiegeln die in den USA angestrebte Idealform des American Serama wieder.
Dazu muß man sagen dass die aufrechte Haltung den Tieren - insbesondere den Hähnen - gezielt antrainiert wird damit sie sich im Schaukäfig entsprechend präsentieren (ähnlich wie bei uns z.B. den Pfautauben). Selbstverständlich zeigen die Tiere auch ohne Training hin und wieder diese Haltung, z.B. als Imponiergehabe zwischen zwei Hähnen oder auch während der Balz, auch mit zunehmendem Alter wird die Haltung meist aufrechter. Es gibt auch Tiere die ohne besonderes Training diese Haltung von sich aus zeigen (z.B. ranghohe Hennen), das ist individuel verschieden.
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